23. Oktober 2017

Ein eigenes Buch geschrieben und Lutherbrötchen gebacken


Anlässlich des Reformationsjubiläums haben sich die 40 Hortkinder der evangelischen Kindertagesstätte Spiesen mit ihren Erzieherinnen intensiv mit dem Thema „Reformation“ auseinandergesetzt. Seit Jahresbeginn wurden verschiedene Projekte angeboten.

So gab es beispielsweise ein Hörbuch, bei dem die Kinder in das Leben von Martin Luther eintauchen konnten. Ebenso gestalteten Hortkinder einen Sockel für einen Lutherkopf, der vor dem evangelischen Gemeindezentrum in Spiesen dieses besondere Jahr auch nach außen hin sichtbar macht. Unter dem Motto: „Essen wie zu Zeiten Luthers“ backten einige Lutherbrötchen aus Hefeteig oder kochten einen Hirsebrei.

Besonders viel Gesprächsstoff bot der Film: „Storm und der verbotene Brief“, der bei einem Kinonachmittag im Hort gezeigt wurde. Die Geschichte spielt vor rund 500 Jahren in Antwerpen und handelt von einem zehnjährigen Jungen, dessen Vater festgenommen wird, weil er als Buchdrucker einen Brief von Martin Luther vervielfältigen sollte.

Neben der geschichtlichen und inhaltlichen Beschäftigung mit Reformation und der Geschichte von Martin Luther war aber vor allem ein weiterer Aspekt besonders bedeutsam: Was hat Reformation eigentlich mit meinem heutigen Leben zu tun? Diese Fragestellung bearbeiteten die Hortkinder auf einer großen Wand: Sie malten  die Schlosskirche aus Wittenberg und schlugen ihre eigenen Thesen an. „Was ist mir wichtig an Kirche und was wünsche ich mir für die Zukunft der Kirche?“, waren dabei die leitenden Fragestellungen. So formulierte Paul (9 Jahre): „Die katholische und evangelische Kirche sollen sich verstehen und nie wieder so streiten wie damals!“ Elisa (10 Jahre) ist es hingegen sehr wichtig, dass „man in der Kirche Vertrauen, Zusammenhalt und Frieden spüren kann.“ Joel (10 Jahre) findet bedeutsam, „dass Kirche Treffpunkt für viele unterschiedliche Menschen ist“, während Julien (7 Jahre) zusammenfassend beschreibt, dass „Kirche mit dem Leben von Menschen zu tun haben muss!“

Im Rahmen des Projektes entstand für jedes Kind außerdem ein eigenes Buch. Es trägt den gemeinsamen Titel: „Jesus muss nicht twittern“. Innerhalb des Projektes hatten sich die Hortkinder mit der Frage beschäftigt, was im eigenen Leben wertvoll ist. Sie zogen Parallelen zu den Werten, die Jesus gepredigt und vorgelebt hat. Die gewonnenen Erkenntnisse, die ihre Gedanken und ganz moderne Übersetzungen von Bibelgeschichten sind nun in dem Buch festgehalten. Es kann nun für Kinder und Erwachsene ein Schatz sein, um über Jesus, das Leben und eigene Wertvorstellungen ins Gespräch zu kommen.


Ev. Kita Spiesen
Pastor-Kollmann-Straße
66583 Spiesen-Elversberg
Telefon: 06821 / 790983




Zurück